Das Rückgrat des Bergbaubetriebs: Die mächtige Förderkette 2
6. Mai 2024|
Aufrufe: 1650In der riesigen und komplexen Welt des Bergbaus transportieren Förderketten unermüdlich und leise Materialien über weite Strecken. Der menschliche Bergbau hat seinen Ursprung vor Tausenden von Jahren und erlebte nach der ersten industriellen Revolution einen großflächigen Aufschwung. Im Laufe dieser Entwicklung hat der Mensch verschiedene Förderketten konstruiert, die an die jeweiligen lokalen Gegebenheiten angepasst sind.
Wir haben bereits über die Vielseitigkeit und die Anpassungsmöglichkeiten von Förderketten im Bergbau gesprochen. Hersteller und Lieferanten bieten eine breite Palette an Optionen, die auf die jeweiligen Einsatzbedingungen zugeschnitten sind und so Leistung und Langlebigkeit gewährleisten. Technologische Fortschritte haben in den letzten Jahren zu Veränderungen bei Förderketten im Bergbau geführt. Zu den Neuerungen zählen wartungsfreie Rollenketten (mit selbstschmierenden Buchsen), der weitverbreitete Einsatz von Kunststoffen und präzisionsgefertigte Komponenten, die die Wartungsintervalle verlängern und Ausfallzeiten reduzieren.
Die Kettenbuchse ist ein Schutzbauteil von Ketten, das Reibung und Verschleiß zwischen Kettengliedern und Bolzen reduziert. Selbstschmierende Buchsen, die in der Kettenfertigung teilweise zum Einsatz kommen, werden auch als Sinterbuchsen bezeichnet. Sinterbuchsen werden aus Materialien und in Verfahren hergestellt, die zu einer groben Porenstruktur führen. Dies geschieht, wenn das Metallpulver in Form gepresst und bei hohen Temperaturen verfestigt wird. Die Porenstruktur ist der Schlüssel zur Selbstschmierung: Die Bohrungen sind mit Schmieröl gefüllt, das größtenteils bei Raumtemperatur in den Poren verbleibt. Bei Reibung tritt Schmieröl aus der Bohrung aus und verteilt sich auf der Oberfläche der Bolzen. Dadurch entsteht eine Schmierschicht, die die Bolzen schließlich von der Kontaktfläche löst und sie vor Verschleiß schützt. Diese Buchsen bieten folgende Vorteile:
Selbstschmierfähigkeit
Extrem langes Leben
Verschleißhemmende und reibungsarme Eigenschaften
Anschaffungs- und Wartungskosten sparen
Umweltfreundlich
Hochleistungskunststoffe haben sich in der Bergbauindustrie zunehmend etabliert. Besonders hervorzuheben ist UHMW, dessen vorteilhafte Eigenschaften die Herstellung einer Vielzahl kundenspezifischer Bauteile ermöglichen, darunter Kettenräder, Zahnräder, Bandrollen, Abstreifer, Führungen und andere Förderbandkomponenten. Ob im Tagebau oder Untertagebau – die Selbstschmierung von UHMW löst Probleme wie Verkleben und Reibung und ist unempfindlich gegenüber Staub- und Schmutzablagerungen. Seine hohe Verschleiß- und Schlagfestigkeit unterstreicht seine Bedeutung für den Einsatz im Bergbau. Dank seiner Hydrophobie (Feuchtigkeitsbeständigkeit) ist UHMW auch in feuchten oder frostigen Umgebungen stabil, und die ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit sorgt für eine lange Lebensdauer. Aufgrund dieser vielen hervorragenden Eigenschaften und des geringeren Gewichts und der niedrigeren Kosten im Vergleich zu Stahl ist UHMW ein bevorzugter Werkstoff für Hersteller.

Angesichts des wachsenden Umweltbewusstseins steht die Bergbauindustrie zunehmend unter Druck, ökologische Beeinträchtigungen zu minimieren. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und automatisiertem Transport hat die Förderleistung optimiert und Effizienz und Zuverlässigkeit verbessert. Gleichzeitig reduzieren Fortschritte in der Materialwissenschaft den Energieverbrauch und die Umweltbelastung. Diese Innovationen ermöglichen es Bergwerken, sich schnell an die sich wandelnde Marktdynamik anzupassen. Die Zukunft von Förderketten im Bergbau erscheint vielversprechend, angetrieben von fortschrittlicher Materialwissenschaft, Automatisierung und Digitalisierung.
Autorin: Lily













